Leckere Dips und Brotaufstriche

Heute gibt es ein paar Rezeptideen,  inklusive der passenden Kochbuchtipps – zum Beispiel für die Silvesterfete. Oder für eine Geburtstagssause. Oder einfach so! Steffen und Judith machen ihre Brotaufstriche immer selbst – geht leicht, schmeckt und ist viel billiger, als die Gläschen aus Reformhaus und Co. Weil vor kurzem Besuch ins Haus stand, wurde die Brotaufstrich-Produktion steil hinauf gefahren und um ein paar neue Rezepte erweitert. Um es vorweg zu nehmen: alle wurden satt und geschmeckt hat es auch! (Und das obwohl die Fleischesser unter den Gästen in der Mehrzahl waren und die Dips und Austriche allesamt völlig vegan.)

Zum Beispiel stand das hier auf dem Tisch: Knoblauchmargarine.

Knoblauchmargarine

Knoblauchmargarine

Ganz einfach und sehr lecker: Fein geschnittenen Knoblauch mit etwas Margarine andünsten. Wenn es etwas angekühlt ist, den Rest der Margarine hinzu. Dann Kräuter rein (bei uns sind gerade u. a. Petersilie und Pimpernelle erntbar) und mit Salz und Pfeffer abschmecken. In diesem Fall war es eine ganze Packung Margarine und so einige Zehen Knoblauch. Toll aufs Brot, prima zu Kartoffeln!

Die Inspiration stammt übrigens  aus diesem Buch: “Vegane Brotaufstriche” vom Pala-Verlag

Vegane BrotaufstricheInspiration deshalb, weil Judith und Steffen die Rezepte – besonders die Mengenangaben – nie ganz wortwörtlich nehmen. Zum einen, weil oft Zutaten fehlen und zum anderen weil es bequemer ist, nicht so genau lesen zu müssen. Außerdem ist es eine Frage des Geschmacks. Gerade, was die Würze angeht, wird hier im Haus nicht gespart.
Das Buch hat natürlich mehr zu bieten als Knoblauchmargarine. Die vielen Rezepte sind nach der Grundlage des Aufstrichs geordnet. Tofu, Soja, Hülsenfrüchte, Nüsse, Getreide oder eben Margarine – und dazu was Leckeres dazu, alle Varianten von Gemüse, Gewürzen, und so weiter.

Das hier gab es bei unserer Feierei auch:

Tomatenpesto

Tomatenpesto

Die pürierte Pampe aus getrockneten Tomaten, Tomatenmark, Gewürzen und gerösteten Sonnenblumenkernen findet man in Rezeptbüchern oft als Tomatenpesto. Im oben genannte “Vegane Brotaufstriche” nennt sie sich ganz schlicht: “Sonnenblumen-Tomaten-Aufstrich”. Hier auf dem Örtchen gehört dieser zu den Standardaufstrichen. Schnell und einfach zu zubereiten! Es schmeckt auf dem Brot, aber auch zu Nudeln, Kartoffeln oder sonstwas. Statt Sonneblumenkernen klappen natürlich auch andere Grundlagen: Tofu, Sojabohnen oder auch wieder Margarine … – da kann wild experimentiert werden, je nachdem, was die Vorratskammer her gibt! So kann Knoblauch dazu oder vielleicht Basilikum (falls es gerade zufällig im Garten wächst …)?!

Eine Variation davon ist dieser Aufstrich. Von den Fleischessern am Tisch wurde er liebevoll als “Leberwurst” bezeichnet und kräftig aufs Brot geschmiert:

Champignonaufstrich

Champignonaufstrich

Die Grundlage waren wieder geröstete Sonnenblumenkerne (übrigens ohne Öl in einer Pfanne rösten – und gut  aufpassen, dass sie nicht schwarz werden).  Dazu Champignons mit Zwiebeln und Knoblauch anbraten und dann wieder alles pürieren. Wenn es noch zu fest ist, kann noch ein tüchtiger extra Schuss (Oliven-)-Öl dazu. Und abschmecken nicht vergessen! Neben, Pfeffer, Salz und Chilli macht sich auch ein Löffel scharfer Senf sehr gut. Der gibt eine gute Würze! Was die Mengen der Zutaten angeht, wurde wieder frei Schnauze gehandelt. Je mehr kerne, desto nussiger, je mehr Champignons, desto crèmiger.

Weiter geht es hiermit:

Apfelschmalz

Apfelschmalz

Das Apfelschmalz war neben der “Leberwurst” der Renner unter den Gästen. Auch ein sehr einfaches Rezept. Problemlos lassen sich hier Berge an Aufstrich herstellen. Man nehme: geraspelte Äpfel, Zwiebeln (genauso viele wie Äpfel), Margarine und Salz. Wer es genau wissen will, im Rezeptbuch steht:
1 Zwiebel, 200 g Butter. 1 saurer Apfel, 1 Zweig frischer Majoran (hatten wir nicht!) und 1 TL Meersalz.

Wir haben verhältnismäßig mehr Äpfel und Zwiebeln statt Margarine verwendet.

Die geschnittenen Zwiebeln werden mit Margarine glasig angedünstet. Dann kommt der Rest der Margarine dazu und dann die geraspelten Äpfel (weil sie bei uns aus dem Garten kommen, bleibt die Schale guten Gewissens dran) . Alles vorsichtig vermengen und abkühlen lassen. Dabei immer brav umrühren, damit sich das Fett nicht absetzt. Und denne: schön dick druff damit, auf die Schnitte!

Das Rezept hat uns auch der Pala-Verlag beschert und zwar mit dieser Lektüre: “Brotaufstriche selbst gemacht”. Im Gegensatz zum oben genannten Buch, gibt es darin auch mal Rezepte mit Käse oder auch Eiern. (Wie man an dem Foto vielleicht erkennen kann, wird auch dieses Buch bei uns gerne und rege genutzt.)

Brotaufstriche selbst gemacht

Wir sind noch immer nicht durch mit unserem Party-Buffet. Wie wäre es damit:

Hummus

Hummus

“Hummus” dürfen wir eigentlich gar nicht sagen, denn auch in dem Fall wurde sehr flexibel mit dem Rezept umgegangen – bzw. es gibt auch sehr viele Varianten in verschiedenen Büchern. Das Wichtigste sind jedenfalls Kichererbsen! Die werden über Nacht eingeweicht, dann etwa einen Stunde in Wasser gekocht und  mit den anderen Zutaten püriert. In obiger Schüssel befinden sie sich in Gesellschaft von Zwiebeln, Knoblauch, Petersilie, Olivenöl, Kreuzkümmel und Koriander. Offiziell gehört Tahin mit rein, eine Paste aus gerösteten Sesamkernen. Es kann auch noch mit zusätzlichem Tofu feiner gemacht werden. Oder vielleicht auch ein ganz anderes Geschmäckchen gefällig? Oliven? Oder Tomaten! Wer in “Vegane Brotaufstriche” blättert, findet: “Tomaten-Rosmarin-Hummus”,  gewürzt mit scharfer Paprika. Ach, tobt euch einfach aus! Aber auch ohne Experimente ist Hummus einfach leeeeeecker!

Zwischendurch ein Schummel-Rezept – weil hier kann man eigentlich nicht von Kochen sprechen, so einfach ist die Pampe herzustellen.

Erdnussdip

Erdnussdip

Man nehme eine Dose geröstete Erdnüsse, öffne sie, ab in eine Schüssel damit und mit Öl pürieren. Profis schälen Erdnüsse eigenhändig, puhlen die Haut herunter und so weiter …  Jedenfalls: Lecker war’s! Allerdings etwas flüssig und gleichzeitig etwas zäh-den-Hals-hinunter-kratzend. Vielleicht hätte sich zur Perfektionierung etwas Tofu darin gut gemacht? Die Reste wurden einfach als Soße verkocht, da flutschte es gleich viel besser den Hals herunter. Die Rezeptanregung stammt ebefalls aus “Vegane Brotaufstriche” – die Autorin nimmt dafür allerdings ungesalzene Kerne und röstet sie in der Pfanne.

Zum guten Schluss ein Quark ohne Käs’, der  zu Kartoffeln kredenzt wurde:

Quark ohne Käs

Quark ohne Käs

Laut Rezept nennt sich das: Tofu-Sour-Cream und die besteht aus (Achtung, es folgen konkrete Mengenangaben!):
- 200 Gramm Tofu

- Saft einer halben Zitrone

- 100 ml Soja- oder Reismilch

- 50 ml Sojasahne

- 2 EL Rapsöl

- 1 TL Roh-Rohrzucker

- Meersalz

- 2 MSP gemahlener weißer Pfeffer

Der Zucker wurde bei unserer Variante vergessen, dafür war garantiert mehr Pfeffer drin! Laut Rezept wird durch ein Tuch die Flüssigkeit aus dem Tofu gedrückt. Och, viel zu aufwendig! Also einfach alles zusammen mischen, pürieren und abschmecken. Judith hat, anarchisch wie sie ist, eine kräftige Prise Hefeflocken hinein. Die schmecken leicht käsig und machen den Mogel-Quark perfekt. Er war auch wirklich lecker! Von solcherlei Käs’kram gibt es in diesem Buch noch viel mehr:

 

Käse veganese (leicht unscharf, aber sehr emfehlenswert!)

Käse veganese (leicht unscharf, aber sehr empfehlenswert!)

Zum Beispiel haben Steffen und Judith kürzlich die darin ebenfalls benannte “würzige Käsecrèmesauce” ausprobiert und in eine Kürbislasagne hinein gezaubert. Die ist dem Quark ohne Käs’ sehr ähnlich, nur sind außerdem fein gemahlene bzw. pürierte Mandeln drin. Und Tahin mal wieder (s. o.). Es gibt auch Käsecrèmevarianten ohne Tofu, dafür mit Haferflocken. Oder mit weißen Bohnen … Vielleicht wird hier auf dem (w)örtchen bei Gelegenheit noch das ein oder andere Rezept vorgestellt.

Die netten Pala-Büchlein sind auf jeden Fall immer einen Blick wert! Zusätzlich zu den Rezepten steht vorneweg einiges über Zutaten, Zubehör und Zubereitungsarten. Gerade wer sich noch nicht so viel mit vegetarischer bzw. veganer Küche und Vollwertkost beschäftigt hat, kann so einiges Wissenswertes aufschnappen!

So, das war’s – also fast! Alle Pampen lassen sich prima einfrieren, so dass man auch später noch was davon hat. Einfach in ein Gläschen und ab damit ins Eis:

Zum Einfrieren

Zum Einfrieren

Guten Appetit!

Über Alma und Lila

Wir sind die Hofhunde auf dem Örtchen - auch liebevoll Terrortölen genannt. Wer zu Judith und Steffen will, kommt an uns nicht unbebellt vorbei.
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