Selbermachen! (Schokolade, Haselnussaufstrich, Hafermilch)

Lang und nass und trüb ist dieser Winter. Die teils sonnigen, knackig kalten Tage in der letzten Woche wurden hier deshalb gleich ausgenutzt. Zum Beispiel durften die Pferde sich mal wieder auf der gefrorenen Koppel austoben, anstatt nur im Auslauf herum zu schlurfen. Na gut. Toben wollten sie gar nicht.

Pferdis im Schnee

Aber Wälzen:

Sue im Schnee Sancho im SchneeAnsonsten haben wir ja schon letztes Mal erzählt, das trübe Wintertage sich bestens für Aktivitäten eignen, für die man sonst keine Zeit hat.
Handarbeiten zum Beispiel.
Oder neue Selbermach-Sachen auszuprobieren.

Dazu hat Judith in der letzten Zeit vermehrt auf anderen Selbstversorger-Blogs gestöbert. “Langsamerleben. Wege aus dem Wegwerfwahn” ist so einer. Vom Waschpulver über Geschirrspülmittel bis zur Sonnencrème wird hier alles selber zusammen gerührt. Umweltfreundlich und kostengünstig! Für Kosmetika und Putzkram hat sich Judith schon einige Rezepte notiert, ausprobiert hat sie etwas viel Wichtigeres:
Schokolade!
Schokolade VorbereitungDas Rezept könnt ihr hier nachlesen.
Die Zutaten, die dafür am Wichtigsten sind, sind diese hellen Chips oben in der Mitte – Kakaobutterchips. Die kann man in Bioqualität kaufen und geben die Grundlage für die Schokolade. Dafür werden sie im Wasserbad geschmolzen und zwar ganz langsam! Sonst härtet die Schokolade am Ende nicht richtig aus (wie es hier zuerst passiert ist). Ansonsten kommen auf jeden Fall noch Kakao und ein Süßungsmittel nach Wahl dazu.

SchmelzschokoladeDann verührt man alle Zutaten und kann die Masse zum Beispiel in Silikonformen füllen. Wir haben alles ganz rustikal auf Backpapier gestrichen und dort fest werden lassen.

SchokoladeSchmeckt lecker und ist super knackig! Jetzt wird weiter experimentiert. Mit Mandelmus, Nüssen, Sojamilch etc. pp.

Auch eine Bio-Schoko-Haselnusscrème hat Judith fröhlich zusammen gepantscht. Aus gerösteten (und anschließend gemahlenen) Haselnüssen, Margarine, Honig und Kakao. Alles schon gründlich pürieren. Da kann man sich einfach austoben, je nach Geschmack. Wie immer, wenn bei uns Aufstriche hergestellt werden, frieren wir die Gläschen bequem ein. Da hat man dann ganz lange was davon (theoretisch).

SchokoaufstrichAußerdem hat Judith etwas Hafer aus dem Pferdestall geklaut und ein paar Stunden unter Wasser gesetzt. Das Ziel war, eine Hafermilch selber zu machen. Hier wieder der ausführlicher  Link dazu – noch so ein toller, erleuchtender Blog, bei dem sich eine Familie mit fünf Kindern viel Mühe gibt, die Welt ein bisschen zu verbesssern.

HaferbadDer eingeweichte Hafer wurde mit frischem Wasser püriert und durch ein Tuch gequetscht. Also, das hat Steffen gemacht. War nämlich gar nicht so leicht:

HaferschlonzUnten lief dann die Hafermilch in die Schüssel. Die war allerdings etwas schleimig. Wahrscheinlich, weil Judith den Hafer versehentlich und wider dem Rezept noch mal aufgekocht hat. Aber zum Verkochen hat sie trotzdem getaugt (im Müsli war’s etwas gewöhnungsbedürftig).
Es gibt auch die Variante für faulere Selbermacher: Hafermilch mit der Sojamilchmaschine. Klappt auch und man muss nicht das schmuddelige Presstuch mit den Körnerresten sauber machen. Nur der Trester wird dabei etwas glibberiger, weil der Hafer aufgekocht wird. Aus dem gleichen Grund werden sicher auch ein paar Vitaminchen verloren gehen. Man hat also die Wahl. Fauler oder gesünder.

Und falls es jemanden interessiert, so sieht unsere Sojamilchmaschine aus, die uns schon seit vielen Jahren treue Dienste leistet:

SojamilchmaschineRechts kommt Wasser hinein, in den Sieb in der Mitte die über Nacht eingeweichten Sojabohnen und links ist das Teil zum Pürieren. Am Ende hat man in dem Sieb den Sojabohnentrester, das sogenannte Okara. Lässt sich prima zu Bratlingen und Gebäck weiter verarbeiten.
Wir haben auch schon Sojabohnen angebaut, bisher hat es sich von der Menge her nicht so richtig zur Weiterverarbeitung gelohnt. Heuer startet ein neuer Anbauversuch mit dem guten Vorsatz, regelmäßger Unkraut zu jäten. Das hat die Bohnen bei uns völlig überwuchert. Bis dahin werden wir österreichische Bio-Sojabohnen ordern. Die müssen wenigstens nicht durch die ganze Welt geschippert werden.
Die fertige Milch kommt ins Müsli, wird zum Backen und Kochen verwendet und auch Soja-Sahne lässt sich ganz leicht daraus herstellen: Einfach mit einen sehr kräftigen Schuss neutralem Öl pürieren, bis es sahnig genug ist. (Sollte schon fast 1:1 Öl zu Milch sein). Die gleichen Verwendungsmöglichkeiten gelten natürlich auch für die Hafermilch. D

Hier noch mal Link-Tipps (unter vieeeeelen) zum Selbermachen:

zumursprungzurueck.com

langsamerleben.wordpress.com

experimentselbstversorgung.net

Wir werden bald auf ein paar Ideen daraus zurück kommen. Aber wer schon mal schmökern will und auch staunen, was man alles gar nicht fertig kaufen muss, ist da richtig! Es gibt so viele motivierte Menschen, die sich in Sachen Selbstversorgung ausprobieren und tolle Einfälle haben. Anstatt sich also vom trüben Wetter die Laune verderben zu lassen – die Zeit nutzen und gemütlich vor dem Ofen weiterbilden! Gut, natürlich ist auch Schlechtwettermuffeln hin und wieder erlaubt. Aber gerade ist das schon fast nicht mehr nötig. Der Frühling naht!

Passend dazu noch dieses Bildchen hier:

KlorollenbastelspaßSteffen hat mit Klopapier gebastelt! Und zwar ein Saatband zur einfachen Karottenaussaat. Ziemliches Gefiesel, das sich hoffentlich lohnt. Denn die Aussaat der Mini-Samen ist einfach nervig. Auch diese Idee ist nicht von uns – hier habt ihr die genaue Anleitung.

Über Alma und Lila

Wir sind die Hofhunde auf dem Örtchen - auch liebevoll Terrortölen genannt. Wer zu Judith und Steffen will, kommt an uns nicht unbebellt vorbei.
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