Nebel, Sonne, Kartoffeln undsoweiter.

So. Hier ist er. Der überfällige Herbstbericht inklusive aktueller Winterumschau. Was diesen Herbst am meisten in Erinnerung bleibt, wurde schon an anderer Stelle, im vorherigen Örtchen-Lagebericht erzählt. Wir mussten am 30. Oktober von unserer Lila Abschied nehmen.

Aber bevor das hier nochmal Thema wird, schauen wir einfach noch mal in den goldenen Herbst hinein. Erst schien der Sommer unendlich – es blieb lange heiß und sonnig. Und dann – zack – war auf einmal der Herbst da. Mit kühlen Temperaturen und viel, viel Nebel, der oft so gar nicht mehr weg wollte.

Aber hier erstmal der späte Sommer. Nach der langen Dürre hatte es endlich ausdauernden Regen gegeben – und die monatelang kahlen Wiesen waren plötzlich wieder grün! So konnten die Ponys vor dem Hof sogar nochmal Rasenmäher spielen.

Und Mücken gab es auch noch genug!

Es fand sich noch allerlei Blühfreudiges zu bestaunen.

Und die Menschen haben sich sehr gefreut, dass es dem geliebten Getier gut geht:

Und wie jedes Jahr haben die Kornellkirschen in der Spätsommersonne wunderschön geleuchtet.

Im Garten gab es nicht ganz so viele Äpfel. Aber wir haben uns erlaubt, um die Ecke etwas Obst vom Boden zu retten. Kaffeekränzchen in der Sonne geritzt!

Das Gute daran, dass apfeltechnisch auf der Obstbaumwiese nicht viel los war – dies bot rund um die Obstbäume freie Fahrt für die Schweinchen. Auch die freuten sich über das späte Grün und grasten freudig. (Über bergeweise Äpfel hätten sie sich natürlich auch gefreut – nicht aber ihre schlanke Wollschweinlinie!)

Die Hühner vergnügten sich in grunzartiger Gesellschaft dabei, neues Terrain erobern zu dürfen.

Und beim Fotoknipsen hatte Mensch katzische Gesellschaft.

Bis Fussel die neue Freiheit ausgenutzt, den stromlosen Elektrozaun umgerannt hat und hinunter in den Hof spaziert ist, um dort ziemlich alle Blumenzwiebeln auszubuddeln und zu schnabulieren. In seiner Karriere nun schon das dritte Mal. Pah! Da guckt er noch so unschuldig, der Gangster! Dann war jedenfalls wieder Schluss mit der schweinischen Obstbaumwiesensause.

Noch ein paar glückliche Grasetiere gab es:

Geerntet wurde natürlich auch!
Es war mal wieder ein richtiges Kartoffeljahr. Begonnen wurde mit dem Beutefang im September. Aber weil die Pflanzen teilweise noch leuchtgrün waren, wurde die Buddelei bis weit in den Oktober hinaus gezögert. Wieder waren die Knollen kunterbunt. Braun. Rot. Lila.
Hier ein Beispielbild. Eine Kiste lila Bamberger Hörnchen! (Die anderen sind schneller im Winterlager verschwunden, als ein Bild geknipst war.)

Auch bei der Kürbisernte gab es nix zu meckern! (Mittlerweile liegen sie aber nicht mehr im Gewächshaus, sondern frostsicher im Innenraum. Beziehungsweise sind schon verspeist!)

Ebenfalls kein Beweisfoto gibt es von der Roten Bete. Hier hatten wir so viel wie noch nie! Und nun ruht sie im Sand in Kübeln und wartet darauf, den Winter zu versüßen.

Die Tomatenernte war einfach nur völlig verrückt. Was natürlich am neuen, riesigen Gewächshaus lag (siehe sommerlicher Lagebericht). Hätten die Zweibeiner Lust gehabt, hätten sie Ende Oktober noch einkochen können. Aber die Vorratskammer ist voll und die Einkochlust nicht mehr vorhanden.
Hier die letzte richtig schöne Ernte – da war es schon November. Ohne Farbfilter, wohlgemerkt!

Und weil der Autorinnenschreibtisch nach langer Zeit mal wieder recht überschaubar war und die wilde Lesereisenzeit noch nicht gestartet, fanden so einige schöne herbstliche Spaziergänge stsatt. Die letzten mit allen drei Terrortölen. (Hier schon mal das erste, leise „Schnief“.)

Es deutet sich schon an, dass der Himmel inzwischen nicht mehr dauerblau war.
Und da nun auch der anfangs erwähnte Nebel. Optisch macht er ja was her, vom Gefühl allerdings ist so ein Wetter dann doch meist etwas zu kühl und ungemütlich. Und wenn man dann noch weiß, dass eventuell ein paar Kilometer weiter gerade wunderschönst die Sonne lacht …

Huch – wurde eigentlich gesagt, dass noch mal sieben neue Gackerdamen eingezogen sind? Bereits immer Sommer gab es ja eine Rettungsaktion, bei der 15 rote Madames bei uns gelandet und damit dem Kochtopf entronnen sind. Ja und weil auf dem Örtchen zum Glück Platz genug ist, konnten wir dann nochmal ein paar weißen bzw. gescheckten Ladys ein (hoffentlich!) langes Leben schenken. (Wobei eine – Wölkchen heißt sie mittlerweile, weil sie sie so putzig weiß-flauschig ist – eine chronische Krankheit zu haben scheint. Sie ist dauerunfit und nächtigt nun schon seit Wochen bei uns im Bad, vor der Heizung. Nur, wenn sie ihre Ruhe hat, frisst sie gut und die Kälte in der Nacht wollen wir ihr auch nicht zumuten.)

Hier eine hübsche Mispel. Auch da gab es wieder einige. Letztes Jahr wurde leckerer Likör draus gemacht, von dem allerdings immer noch genug im Regal steht. Weil das Marmeladenfach auch übervoll ist, wurden die Früchte erstmal eingefroren.

Da, ein trotz trüber Suppe und Matsch, glücklicher Herbstrüssel.

Und noch einer:

Wenn sich der Nebel mal verdünnisierte, wurde das natürlich genutzt.

Wobei auch Schatten-Päuschen nicht verachtet werden:

Oder auch gerne ganz trocken und warm: indoor!

Und da noch einmal eine Prise schicker Nebel.

Ja und so sind wir mitten im Oktober angekommen – wo plötzlich alles so schnell ging, mit unserer liebsten Lila und wir Abschied nehmen mussten. Es steht im vorherigen Beitrag. Deshalb hier nur noch ein paar Eindrücke der letzten zwei Wochen mit ihr. Zum Glück haben wir die Zeit genutzt, um uns an ihrem Lachen zu erfreuen. Und zum Glück haben wir erst nicht gewusst, wie schlimm es um sie steht und wie schnell wir sie gehen lassen müssen.

Und nun also der erste Winter hier ohne Lilly.

Knackig kalt. Aber die Tiere schlagen sich tapfer. Nur die Menschen meckern. Aber die müssen ja auch ständig Wasserschleppen – eindeutig das nervigste am Dauerfrost! Ansonsten ist es schon schick – und wunderbar matschfrei!

Jetzt allerdings ist erstmal wieder Tauwetter angesagt. Und ansonsten – na, werden wir sehen, was das neue Jahr so mit sich bringt.

Auf jeden Fall schon mal ein neues, spannendes, großartiges und sehr, sehr beglückendes Projekt!

Es hat mit diesem Ausblick hier zu tun:

Denn der gehört bald uns! Bisher endet unser Grundstück an diesem Stück Zaun hier unten. Doch in Kürze reicht es bis zu dem Nußbaum da oben. Ein Hektar mehr! Viel, viel Platz! Für die Pferde. Für eine große Streuobstwiese. Für eine Hecke. Für ein Biotop … Für heile Natur vor unseren Nasen, Schnauzen, Schnäbeln und Rüsseln. Davon haben wir zehn Jahre lang geträumt. Und nun hat es endlich geklappt!
Aber darüber dann ab Januar mehr! 🙂

Über Alma und Lila

Wir sind die Hofhunde auf dem Örtchen - auch liebevoll Terrortölen genannt. Wer zu Judith und Steffen will, kommt an uns nicht unbebellt vorbei.
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