Da nun schon drüben, beim „Örtchen“ brav ein Jahresrückblick verfasst wurde, ist nun auch hier, unter „Wörtchen“, einer an der Reihe. Diesmal geht es nicht um Gemüse und um die geliebten Tierchen nur um Rande – hier steht die Kinderbuchschreiberei im Mittelpunkt und alles was damit zusammen hängt. Und auch wenn auf dem Schreibtisch (oder auf dem Sofa, am Garten- oder Küchentisch, im Wintergarten – oder wo auch immer der Laptop aufgeklappt wird) gerne mal großes Chaos herrscht, orientiere ich mich jetzt mal brav an den Monaten
Los ging das Schreib- und Lesejahr also im …
Januar
Der war war, wie so oft, ein recht ruhiger Monat. Ein klein wenig machen die Verlage teilweise noch Winterschlaf und Buchungen für Lesungen habe ich auch recht selten. Schreibtischtechnisch war ich mit einem neuen Band der „Insel der Tierabenteuer“ beschäftigt und mit dem allerallerletzen Feinschliff der „Knäckebrothelden“.





Wie man auf den Fotos sieht, wurde sogar schon die Freiluftschreibtischsaison eingeläutet – mit kalten Füßen und sehr zaghaft. Und Molly hat den ersten Karton Belegexemplare bewacht (einer von so einigen – denn 2025 war ein wirklich außerordentlich veröffentlichungsfreudiges Jahr – dazu später mehr). Was sich drin versteckt? Wird nächsten Monat verraten!
Das erste Buchgeheimnis wird aber schon jetzt gelüftet:
Im Januar sind nämlich die „Fußballgeschichten“ erschienen. Ein Ravensburger-Leserabe aus der Vorlesestufe. Supersüß illustriert von der lieben Matthia Tiemeyer.
Jetzt kann ich bei Lesungen endlich sagen, dass ich ein Fußballbuch geschrieben habe! (Bei der Frage gab es, meist unter Jungs, oft leicht enttäuschte Gesichter.).
Außerdem hatten wir den ersten Gruppe 7-Stammtisch des Jahres. Die Gruppe 7 ist eine buntgemischte Kinderbuchmenschen-Truppe aus Franken, die sich einmal im Monat (an jedem 7. ) im Bamberger Raum trifft. Und seit letztem Jahr des öfteren in der Bücherei Gundelsheim, weil unsere liebe Iris seitdem die Leitung ist. Und da ist es immer ganz besonders nett! (Und im Januar hat uns sogar der Gundelsheimer Bürgermeister persönlich mit Pralinen und Sekt begrüßt – und das Foto geknipst.)
Februar
Im Februar erfahrt ihr, was sich in Mollys geheimnisvollen Karton verbarg:
Die Belegexemplare für „Chilli, die faulste Piraten der Welt“. Ein Vorlesebuch mit vielen, vielen Comics, das ich gemeinsam mit der tollen Franziska Höllbacher ausgetüftelt habe und das bei ArsEdition erschienen ist.
Und dann kam auch noch „Die Waschbären-Bande“ in die Läden – verrückterweise zum zweiten Mal. Der Leserabe war schon vor einigen Jahren erschienen, wurde dann „verramscht“ (wie die Ladenpreisaufhebung in der Buchbranche so nett beschrieben wird) – ja und dann hat Ravensburger überraschenderweise entschieden, das Buch nochmal neu rauszubringen. Freut mich enorm, denn ich mag es sehr, sehr gern. Das hat natürlich auch einiges mit den wuuuuunderbaren Illustrationen der sehr geschätzten Susanne Göhlich zu tun. (Und damit, dass ich damals mit em Titel den Siegener Preis für Erstleseliteratur gewonnen habe.)



März
Der März war wild. Kann man nicht anders sagen. Los ging es mit einer Reise nach Mannheim (das übrigens, wer es noch nicht wusste, in Quadrate aufgeteilt ist – siehe Straßenschild). Dort findet in der Alten Feuerwache immer ein tolles Lesefest statt und ich durfte mit meiner „Risottostraße“ (wunderschönst illustriert von Simona Ceccarelli) dabei sein. In der großen Stadt gab es viel zu entdecken und statt am Vorabend, wie das oft auf Lesereise so ist, alleine im Hotel zu sitzen, konnte ich einer anderen Feuerwachen-Lesung lauschen. (Einer für Erwachsene – das dürfen Kinderbuchautorinnen auch mal :-)).
Bei meiner Veranstaltung waren schließlich nicht nur supernette Kita-Kinder zu Gast, sondern ich hatte auch eine megaschicke Künstlerinnengarderobe. Da fühlt man sich ja schon ein klein bisschen wichtig.











Heimwärts bin ich dann gleich noch in der Gundelsheimer Bücherei vorbei geschneit:
Gruppe 7- Treffen natürlich! Und zwar das allerletzte mit unserem lieben Andreas Ulich – der ist nämlich kurz darauf einfach aus Franken weggezogen! Und er feeeeeehlt!
Dann war ich noch in Tuttlingen. Da hatte mich eine Grundschule geladen und alles so herzlich organisiert – pünktlich zum Frühlingsanfang mit Frühlingswetter. So kam es, dass ich in der Mittagspause beim sonnigen Autogrammbekritzeln meine Hose dekoriert habe! (Seitdem trag ich sie falschrum. :-))



Ach, nach Passau bin ich auch noch gedüst! Etwas früher – Anfang März und da war es wenig frühlingshaft. Wie das bei Winterlesereisen oftmals so ist, hatte ich nach Ankunft noch etwa eine Stunde Tageslicht, um die Stadt zu bestaunen. Aber im Dunkeln war’s zumindest auch sehr schick. Die Dreiflüssestadt Passau ist auf jeden Fall, auch abseits von Vorlesereien, einen Besuch wert. Der Empfang in der Schule war ebenso sehr, sehr nett. (Beweisfotos hab ich bei der Lesung mal wieder vergessen.)






Zudem hatte mich noch Fürth geladen. Zum Lesefrühling in die Stadtbibliothek – dort war meine „Knäckebrothelden“-Premiere vor sechsten Klassen. Gleich doppelt spannend! Normalerweise hab ich ja eher Grundschulpublikum. Und dann ist das noch das erste meiner Bücher, das ein etwas ernsteres Thema hat – Tod und Abschied. Zwar humorvoll und mit viel Herz verpackt, aber trotzdem. Tatsächlich war das schon etwas anders als bei meinen anderen Lesungen. Aber weniger wegen des Themas, sondern weil die Großen anfangs teilweise ein bisschen schwerer zu „knacken“ sind als die Grundschulkinder. Doch langsam lerne ich, dass ein wenig (anfängliche) Coolheit im Publikum noch lange nicht bedeutet, dass es den Beinahe-Teenies nicht gefällt.


Von dort ging es beinahe schnurstracks weiter zur Leipziger Buchmesse. Dort hab ich sowohl die „Knäckebrothelden“ als auch den ersten Band meiner nigelnagelneuen Reihe „Insel der Tierabenteuer“ (einzigartig illustriert von Sarah Garbers!) und zudem „Chilli, die faulste Piratin der Welt“ vorgestellt. Auf Lesungen in der Stadt, bei Messelesungen, bei Interviews … Ganz schön spannend! (Ich glaube, das letzte Mal war ich 2017 in Leipzig. Noch mit einer Krümel & Fussel-Lesung. Wie die Zeit vergeht!)
Außerdem hatte ich nette Verlagsessen und ein bisschen Zeit für Mini-Treffen mit Kolleginnen (all das mal wieder ohne Fotobeweis) war auch übrig. Und neben dem kunterbunten Haus dort unten auf dem Bild hatte ich eine sehr, sehr berührende Lesung:
Vor einer fünften Klasse hab ich die „Knäckebrothelden“ gelesen. Und hinterher haben wir so herzerwärmende, gänsehäutige, rührende und gar nicht traurige Gespräche über das Abschiednehmen, Trauern und Trösten geführt. (Kinder sind einfach so toll! Manchmal denkt man ja schon, man hat den wunderbarsten Beruf der Welt.)






Nach der Großstadtsause ein klitzekleines Momentchen auf Gut Pusteblume verschnauft – und dann ging es – zack – ab nach Bologna zur größten Kinderbuchmesse der Welt!
Äußerst turbulent war dieser März, für ein eigentlich doch so gemütliches Landei, wie ich eines bin.
Ja und die Reise nach Bologna hat mich auch gleich nochmal heraus gefordert! BEINAHE hätte ich den Railjet in München verpasst – und darin saß doch meine Reisetruppe!
(Aber etwas Gutes hatte es, das dreistündige im verspäteten Zug zappeln und hoffen und bangen. Ich hab in meiner Not mit dem Smartphone eine Instagramstory abgesetzt – was ich sonst fast nie mache! Und die hat die tolle Julia Bierkandt gelesen, eine supernette und supertolle Illustratorin. So hat sie mitgekriegt, dass ich wie sie, in Franken wohne. Ja und dank dieser Episode kennen wir uns jetzt so richtig in echt, sehen uns regelmäßig mit der Gruppe 7 und das ist wirklich ein großes Glück!)
Weil die Bologna-Reise bis in den April reicht, wechseln wir nun aber schnell mal den Monat (dieser hier ist ja auch schon sowas von übervoll!)
April
Hach, seufz, schmacht – Bologna also mal wieder. Seit 2016 reise ich (bis auf Corona-Pausen) jetzt jedes Jahr hin. Dank der liebsten Joelle Tourlonias, die mich mit ihren Schwärmereien angesteckt und eine zauberhafte Bologna-WG (das sogenannte „Familienzimmer“ – denn beim ersten Mal hatten wir ein Hotelzimmer zu fünft) zusammen gewürftelt hat, die seitdem mindestens einmal im Jahr unzertrennlich ist.
Ich zeig euch jetzt einfach erstmal, warum es in Bologna so toll ist. Ach nee. Ich verrate es vorher schon: Weil die Kinderbuchmenschen einfach so unglaublich liebenswert und lustig sind!
(Naja und weil Bologna in Italien liegt, es Pizza gibt und gerne mal die Sonne scheint – deshalb auch. Aber mit so einer Truppe würde ich auch in den Schnee reisen!)
Und nebenbei tüftelt man auch noch miteinander Buchideen aus oder kriegt anderweitig tolle Inspirationen.‘
Netzwerken auf die wundervollste Art ist das! (Sozusagen fast unbemerkt, ganz nebenbei.)
























Auf den Fotos sehr ihr – von oben links nach unten rechts (Doppelungen lass ich aus):
Petra Eimer, Birgit Antoni, Miro Poferl, Markus Lefrancois, Marina Halac, Caro Helm, Joelle Tourlonias, Robert Scheffner, Cecile Jaudon, Anne Behl, Simone Leiss-Bohn, Alex Helm, Karolina Benz, Horst Hellmeier, Larisa Lauber, Birgit und Luis Arteaga und Helen Oppen. Die allermeisten sind Illustratorinnen und Illustratoren. Helen ist meine Carlsen-Lektorin für die „Tierabenteuer“ und die beiden Arteagas ergeben meine Agentur.
Tagsüber hat man nette Termine auf der Messe, danach leckere Abendessen, spannende Ausstellungsbesuche und immer viel, viel zu wenig Schlaf. Und (meinerseits) auch ziemlich Heimweh, das schon. So lang bin ich sonst nie freiwillig von Gut Pusteblume weg! Aber das Gute am Vermissen ist ja die Freude aufs Wiedersehen. Und so werde ich auch 2026 von Bologna berichten können. Zug und Unterkunft sind jedenfalls gebucht.
Zurück zu Hause hab ich mich mit meinen Tierchen in der zwitscherig-summsigen Frühlingskulisse weiter über meine schönen, neuen Bücher gefreut (und über Reaktionen darauf – meine Knäckebrothelden wurden zum Beispiel im Eselsohr empfohlen – DER Fachzeitschrift für Kinder- und Jugendliteratur).
Außerdem hat mich mein lieberlieber Kollege Andreas Ulich vor seinem Wegzug aus Franken nochmal besucht und das aus einem ganz besonderen Grund: Um mit mir vor unserem bunten Bauwagen die ersten Exemplare seines neuen Buchs auszupacken und darauf anzustoßen. Der Schmöker ist sozusagen auf Gut Pusteblume erschienen – denn so heißt nicht nur unser Hof, sondern der Name steht inzwischen auch auf zwei Büchern drauf, als ganz besonderes, kleines Buch-Label.
Was es genau damit auf sich hat, erfahrt ihr kurz und knapp da – aber bald auch noch viel ausführlicher, wenn die pusteblumige Homepage fertig ist.
Einen netten Stammtisch in Gundelsheim hatten wir im April auch wieder – da hat Dagmar Geißler zum Beispiel mit nem Lese-Fuchs gekuschelt und Anna Trenkwald hatte mit Klein-O. alle Hände voll zu tun …








Mai
Im Monat darauf war ich schon wieder von allerliebsten und geschätzten Kinderbuchmenschen umringt! Seit vielen, vielen Jahren tummeln wir uns gemeinsam in einem Kinderbuch-Onlineforum. Und einmal im Jahr sehen wir uns in echt, ein ganzes Wochenende lang. Zum gemütlichen Plaudern – aber auch mit viel schlauem Input. Die Vorträge kommen immer aus den eigenen Reihen und es ist jedes Mal beeindruckend, was wir gemeinsam alles drauf haben und wie sehr man sich gegenseitig bereichern kann. Diesmal waren wir in Fulda – im Kloster! Und wie immer war es soooo schön!
(Auf den Fotos seht ihr unter anderem Katrin Schachtschabel, Fritz Faßbinder, Miriam Mann, Yvonne Struck, Katharina Mauder, Karolin Küntzel, Johanna Prinz, Judith LeHuray und Anne Scheller.)








Ja und dann war da noch ne Sause! Mal wieder mit der Gruppe 7. Wir haben unseren Bücherschrank an der „Kunni“ eingeweiht – einem tollen, Bamberger Kiosk. Das ganze ist ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Magellan-Verlag. Deshalb ist auf den Fotos auch die liebe Judith von Löffelholz mit drauf – Teil des Magellan-Presse-Teams. Leider haben wir einen der wenigen kühlen Dauerregentage im Mai erwischt. Aber lustig und kreativ war es trotzdem! Ein paar von uns haben Mini-Lesungen gehalten (Rolf-Bernhard Essig, Anna Trenkwald, Suza Kolb …) und es wurden Mini-Bücher gebastelt.






Zudem gab’s von mir nochmal zwei Neuerscheinungen:
„Die Erdbeermädchen“. Ein erdbeerrotleuchtender (und glitzernder!) Erstleser aus dem Carlsen-Verlag, den ich gemeinsam mit der tollen Tessa Rath ausgetüftelt habe. Und ein Vorlesebuch zum Schulstart – mit viel Sprachspielen und Mitmachelementen:
„Schulstart im Schling-Schlang-Schlungelwald“. Das Buch hat die wunderbare Julia Christians illustriert.


Juni
Bunt ging’s im Juni weiter:













Ich hatte zauberhaften Besuch auf unserem Hof. Einmal von Saskia – meiner allerbesten Gut Pusteblume Kollegin. Wir haben ein kleines Fotoshooting für unsere zukünftige Homepage geknipst (und wir sind beide soooo schlecht im entspannten Kameragucken – dafür sind die Bildchen ganz gut geworden, oder? ;-))
Dazwischen seht ihr mich mit Coco und Oma Irmis Erdbeermarmelade. Letztere ist die aus dem „Erdbeermädchen“-Buch. Da ist nämlich hinten drin ein Rezept. Zuuuufällig genau das, das ich immer nutze.
Zudem standen ein paar Lesereisen an. Zum Beispiel nach Pfreimd. Ein gemütliches Städtchen in der Oberpfalz. Da hab ich die Mittagspause nach den Kindergartenlesungen auf einer grünen Wiese verbracht und bin eingenickt (kein Wunder, morgens um halb fünf war ich zuvor für die Lesungen zum Bahnhof geradelt!) – aber rechtzeitig für die Nachmittagslesung im Hort wieder aufgewacht.
Drunter könntihr meinen zweiten, kreativen Hofbesuch entdecken: Simone Leiß-Bohn und Juliane Heider. Zwei nette, tolle Illustratorinnen. Nur leider war es, allergiebedingt, ein Kurzbesuch. Schnief. (Nur eine Nacht, statt, wie geplant, drei.)
Außerdem hat noch ein sommerliches Gruppe 7-Biergartentreffen stattgefunden (mit Claudia Frieser, Anna Trenkwald, Julia Bierkandt, Dagmar Geißler, Christiane Weiß, Anne Albrecht und mir) und links und rechts davon seht ihr Bilder von einer Lesung in Eisfeld. Da hatte „mich“ der Carlsen-Verlag zum Wellttag des Buches verlost und die Buchhandlung „Ich les dir was vor“ hat mich gewonnen – und auch noch einen großzügigen Sponsor aufgeftrieben, so dass alle lauschenden Sechtsklässler in der Eisfelder Realschule meine „Knäckebrothelden“ geschenkt bekommen haben. Klasse!
Geschrieben hab ich auch noch – und das nicht mal zu wenig. Im Sommer stand Band vier der „Insel der Tierabenteuer“, ein Bilderbuch und der zweite Band meines geliebten Vorlesebuchs „Risottostraße 7“ an. Ein Glück, dass (letztes Bild da oben) auch mal Riesenhund Johnny die Laptop-Schicht übernommen hat.
Juli
Im Juli war ich unter anderem in Bamberg – da wurde der Platz der Menschenrechte eingeweiht und ich hatte auf einer grooooßen Bühne eine Premierenlesung aus dem zweiten Band der „Insel der Tierabenteuer“. Herzlichst unterstützt von Christiane Weiß, Leiterin der Stadtbücherei Bamberg und langjährige Gruppe-Sieben-Mitsieberin. Ihr seht sie neben meinem Kollegen Rolf-Berhard Essig. Auch er stand bei dem Event auf der Bühne. Und zwischendrin seht ihr das Stärkungs-Buffet, das den Kreativen geboten wurde. Beeindruckend! 🙂
Ich hatte Lesungen an der Gesamtschule Hollfeld – da hat der ganze Sechst-Klass-Jahrgang mein Buch „Ginger“ gelesen. (Wuuuundertoll illustriert von Florentine Prechtl.)
Ich hab die liebe Iris in ihrer Gundelsheimer Bücherei besucht. Da wurde Jubiläum gefeiert und deshalb war die sehr geschätzte Dr. Claudia Pecher zu Gast.
Und ich war in Stuttgart zum Vorlesen, bei den Kinder- und Jugendbuchwochen. Die unglaublich beeindruckende Stadtbibliothek hab ich Schussel nicht fotografiert. Dafür das Literaturhaus. Da bin ich abends total spontan zu einer Lesung vorbei gehüpft. Auch nett!
Ja und ganz unten seht ihr Bilder aus Regenstauf.
Dorthin hatten mich die netten Inhaberinnen der Buchhandlung „Bücherstube“ geladen (nicht nur zum Lesen – auch zu einem zauberhaften Abendessen). NATÜRLICH hab ich keine Lesungsfotos geknipst. Aber ich hab euch den beeindruckenden Fön in meinem Hotelzimmer fotografiert. Und das schöne Schaufenster der Buchhandlung. Da drin war ich mit netten Kolleginnen und Kollegen vereint – also in Buchgestalt.








Außerdem war es an der Zeit, den Stapel der bisherigen Neuerscheinungen zu fotografieren.
Denn es kamen schon wieder drei dazu!
Die Belegexemplare für meine ersten Bücher beim Oetinger-Verlag. Die ersten zwei Bände einer Reihe namens „Mein Supersüßes Haustier“ – supertoll, süß und frech illustriert von Hannah Thachenko. Und mit wichtigen Haustier- und Tierschutzwissen.
Und Band 2 der „Tierabenteuer“ ist erschienen – ich liiiiiiebe die Illustrationen der lieben Sarah Garbers und ihre vielen grandiosen Ideen und ich hoffe sehr, dass wir noch so einige Bücher zusammen austüfteln werden.




August
In diesem wilden Jahr war auch der sonst recht zuverlässige überwiegend lesungsfreie August (hier in Bayern sind ja Sommerferien) nicht so ruhig wie gewohnt.
Zwei öffentliche Lesungen standen an:
Beim Kinder-Literatur-Fest in Schwabach – inmitten eines trubelig-bunten Programms (wegen Augustregens nur leider nicht im Park, wie eigentlich geplant): Meine liebe Illustratoren-Kollegin Kathrin Rödl hat einen Comic-Workshop gehalten und musiziert wurde auch. Und sogar frisiert! Wer dem ansässigen Friseur beim Schnippeln und Kämmen vorgelesen hat, bekam den Haarschnitt umsonst.
Zwischendrin seht ihr die Bilder vom nächsten Gruppe 7-Stammtisch – der fand diesmal auf Gut Pusteblume statt. Natürlich wurden bei der Gelegenheit Ponys und (nicht im Bild) Wollschweine gekrault.
Unten habt ihr ein paar Impressionen vom Erlanger Poetenfest. Da hab ich meine Hamburger Kollegin Anne Jaspersen persönlich kennen gelernt und nach der Arbeit haben wir ein paar schicke Getränke in der Sonne leuchten lassen.
Und den Rest des Monats hatte ich Tomatenferien, wie ich das nenne!
(Im August ist es immer sehr wichtig, dass ich genug Zeit habe, Tomaten und Zucchini zu ernten und zu verarbeiten – was mich immer sehr beglückt! Warum das 2025 besonders hervorzuheben ist, lest ihr am besten im Örtchen-Jahresrückblick nebenan.)














September
Im September wurde schon wieder gereist.
(Hab ich schon mal gesagt, dass es ein ziemlich wildes Jahr war …? Also je mehr Rückblick ich schreibe, desto mehr staune ich, was da alles reingepasst hat!)
Zuerst ging es nach Hamburg. Da hatte der sehr geschätzte Carlsen-Verlag zu einem kreativen Workshop-Tag gerufen und ich hab mich mit zwei Lieblingskolleginnen in einem geräumigen Hotelzimmer einquartiert. Mit Miriam Mann und Charlotte Habersack. Immer wieder schön, dass man als Kinderbuchautorinnen auch noch in fortgeschrittenerem Alter Klassenfahrt machen darf! (Und Miriam und Charlotte hatten sich vorher nicht nicht mal gekannt! :-)) Beim Essen ist dann noch spontan Katharina Mauder dazugehopst. Aber auf einem Foto ist sie leider nicht gelandet.
Und bei der Carlsen-Sause hab ich dann, unter anderem, noch zwei kreative Lieblingsmenschen getroffen: Miro Poferl und Juliana Kralik (mit der ich dieses Jahr gleich zwei schöne Bücher mache – ich schreibe, sie illustriert, hurra!).
Unten drunter seht ihr Eindrücke aus Kaiserslautern. Dorthin hat mich eine Lehrerin geladen, die meine „Insel der Tierabenteuer“ mit ihren Zweitklässlern als Klassenlektüre gelesen hat. Teilweise war es für die Kinder das allererste eigene Buch, das sie besaßen! Und ich hab ihnen dann, inzwischen als Drittklässler, Teil zwei vorgestellt. Das war wirklich was ganz Besonderes. Die Kinder waren sowas von bei der Sache. Alles dank dieser engagierten Lehrerin, die weiß, wie wichtig Lese- Bücher- und Geschichtenliebe ist – nicht nur für das Lesen, sondern für das ganze Leben. Und diese Liebe muss nun mal irgendjemand wecken!
Dann war ich noch für die große Sommerferien-Leseclub-Abschlusslesung in Hildesheim (und aus dem gleichen Grund zuvor und danach in Erlangen und Cadolzburg in der Stadtbücherei- nur leider hab ich mal wieder keine Fotos gemacht!) – und auch noch in Fulda. Dort fanden für das „Leseland Hessen“ allerlei Veranstaltungen statt und ich durfte bei mehreren Lesungen mit den „Knäckebrothelden“ dabei sein. Super organisiert und sehr nett betreut. Dankeschön!


















Oktober
Im Oktober hatten wir keinen normalen Gruppe 7-Stammtisch. Stattdessen stand ein kleiner Ausflug nach Hallstadt an. Da ist nämlich gerade ein Paul-Maar-Museum in Entstehung und das ganze Vorhaben wurde bei einem tollen Empfang, in Anwesenheit von Paul Maar, vorgestellt – mit herausragender Foto-Kulisse!
(Eins meiner Lieblingsbilder des Jahres. :-))
Außerdem bin ich zum sage und schreibe dritten Mal in diesem Jahr nach Fulda gereist – in das nahegelege Hünfeld diesmal. Da hatte ich, ebenfalls im Rahmen von „Leseland Hessen“, eine Knäckebrothelden-Lesung in der Bücherei. Ein sehr nettes Publikum – und ein besonders herzlicher Empfang. (Und vor der Lesung hab ich, wie so oft, was Grünes gesucht und auch entdeckt – sogar mit Pony. Ich hatte aber auch viel Zeit – bin nämlich versehentlich eine Zug zu früh gefahren und dann gabs‘ nicht mal ne Verspätung!)



Und auch das zauberhafte Team der Bücherei Nittendorf hatte mich für zwei Lesungstage geladen. Weil das Städtchen nicht weit von Regensburg weg ist, konnte ich mir diese sehr, sehr dekorative Stadt mal ansehen. Da musste ich mir Mütze und Schal kaufen – weil ich noch gar nicht auf kühle Herbsttage vorbereitet war. Und durch die hotelnahe Pampa bin ich danach auch noch ein bisschen gekraxelt.






Ja und Oktober bedeutet auch immer: Frankfurter Buchmesse!
Ich sag hier mal wieder „Tschuldigung“ an alle, mit denen ich gesprochen habe und denen ich leicht verwirrt vorkam, eventuell. Das ist immer so ein Trubel, so ein Gespräche-Dauerrauschen, so ein Gewimmel lieber, bekannter Gesichter – da entwickle ich beim ersten Atemzug von Hallenluft „Messedemenz“, wie ich das nenne. Ich merke mir auf einmal keine Namen mehr, verwechsle Personen (und schäme mich dabei zutiefst!). Als schüchternes Landei in der großen Stadt – das ist immer wieder eine Herausforderung. Hier zuhause rede ich ja sehr viel mit meinen Tierchen und bei den Art Gesprächen kann nicht viel schief gehen.
Trotzdem (oder deshalb? :-)) ist die Messe immer wieder ein großes, fröhliches Glücksgekribbel! Ein buntes Riesen-Kaffee-und-auch-mal-Sekt-Kränzchen voller buchliebender Menschen. Und bei all dem Trubel, klar, vergisst man natürlich grundsätzlich das Fotografieren. Zum Glück konnte ich mir noch ein paar Schnappschüsse bei sehr lieben Büchermenschen zusammen klauben.





Ihr seht nochmal meinen ganzen, geliebten Bologna-Trupp – siehe April. Plus Caroline Opheys, und Christine Thau – beides Illustratorinnen. Sowie Christiane Lawall, Lektorin bei Ueberreuter. Außerdem die liebe Uticha Marmon und meine ebenfalls immer wieder sehr, sehr gern getroffenen Kolleginnen Katharina Mauder und Anne Scheller.
Ende Oktober fand dann noch das Lesefest in Lauf statt – mehrere Tage war ich da in der Stadtbücherei und hab vor viiiiiiielen, vielen Grundschullesungen aus allerlei Büchern gelesen. Aber wer hat Fotos geknipst? (Ich nicht. Seufz.) Auf jeden Fall war es toll! Danke für die Einladung und die superherzliche Betreuung!
November
Und dann der November. Normalerweise ist das ja DER Lesungsmonat und prall gefüllt mit Terminen. Aber irgendjemand hat sich wohl gedacht:
Die Allert, die war 2025 aber wirklich schon oft genug von zuhause weg! So war ich ganz froh, dass ich tatsächlich nur eine Lesung hatte – am bundesweiten Vorlesetag in der Grundschule Frensdorf. Da hab ich – selbstverständlich – keine Fotos gemacht, dafür hab ich endlich mal Band 1 und Band 2 der „Insel der Tierabenteuer“ im Duett geknipst.
Außerdem war im November der kleinste Gruppe 7-Stammtisch aller Zeiten:
Mit Anna Trenkwald, Claudia Frieser und mir.
(Und durchgeschnauft hab ich. Und allerlei Frühjahrs- und Sommerputz nachgeholt. Und Tiere gekrault!)



Dezember
Der Dezember hatte noch ein paar Highlights übrig:
Zuerst zwei Lesetage in Nürnberg und das in Begleitung der liebenswerten Frau Höreth von der Buchhandlung Pelzner. Dank ihr war nach den Lesungen ein Büchertisch vor Ort – und ich durfte so einige Exemplare signieren (am zweiten Tag war sogar beinahe alles weggekauft!).
Und man sieht:
Kinderbuchvorlesende halten sich manchmal öfter in Turnhallen auf als Sportlehrkräfte. Nicht gerade gemütlich, akustisch meist etwas fragwürdig – aber auf jeden Fall unvergesslich!





Und dann stand noch die kürzeste Lesereise meiner Laufbahn auf dem Programm – ich musste nur bis ins Nachbardorf! (Da war es nicht so schlimm, dass ich das Laptopkabel vergessen hatte – konnte zehn Minuten vor Lesungsbeginn nochmal zurück flitzen.) Die Dorfgemeinschaft Rossach stellt immer viele, tolle und sehr gut besuchte Veranstaltung auf die Beine. Und so wurde kurz vor Weihnachten ein Bastelnachmittag plus Weihnachtslesung mit mir geboten. Und das mit 50 Kindern! Es war so schön und gemütlich – und lustig! (Haben wir doch gemeinsam Monsterweihnachten gefeiert und „Oh Stinkebaum“ gesungen.)



Ansonsten hab ich mich sehr über Weihnachtssonne gefreut und es mir dabei einfach mal gut gehen lassen. Ohne Laptop. Ohne Notizbuch. Dafür mit nem schönen Schmöker, Thermosbecher und (dank meiner Nichte Jule) den ersten lackierten Fingernägeln seit über 20 Jahren. Auch der Familienweihnachtsbesuch fand in der Sonne statt – und nach Weihnachten waren sogar nochmal Gäste da. Echte Krümel & Fussel Fans! Die Familie aus Südbayern liebt die Bilderbücher und hat herausgefunden, dass die echten Schweine in Oberfranken wohnen – ganz wie ihre Großeltern (also die der Familie – nicht die der Schweine). Praktisch! Also Eicheln zum Füttern gesammelt und mal schnell nach dem Omi-Opi-Weihnachtsessen zum Schweinchenbestaunen- und kuscheln vorbeigesaust.
Zudem seht ihr zuallerletzt noch, dass das Jahr, so turbulent es war, sehr, sehr lauschig ausgeklungen ist.:
Silvester zu zweit mitsamt den lieben Tieren (die das ungeliebte Geböller zum Glück gut verkraftet haben) – und in Jogginghosen (mehlbestäubt – es gab Pizza).






Tja und das Resumee?
Was für ein Jahr!
Sooo viele Reisen und Lesungen, sooo viele nette Begegnungen, sooo viele Neuerscheinungen!
(Wobei der Buchstapel derart groß geworden ist, weil sich da im Lauf der letzten Jahre einiges „angesammelt“ hat: Manche Verlagen planen lange, andere kurzfristiger, dann verschiebt sich das eine und noch das andere – soviel als „Entschuldigung“. Nicht, dass jemand denkt, ich hätte von früh bis spät nur geschrieben!)
Einmal hatte ich einen ähnlichen Buchberg „fabriziert“- jedoch zu Corona-Zeiten. Der ging tragischerweise, recht sang- und klanglos, im Pandemie-Chaos, unter. Aus dem gleichen Grund hatte ich damals recht wenig Lesungen.
Dieses Jahr war alles gleichzeitig:
Viel Trubel rund ums Buch – und dazu nicht gerade zu wenig Schreibprojekte auf dem Tisch. Das war ebenso toll wie anstrengend. So ist das als selbstständiges Schreiberinchen:
Ist der Schreibtisch zu leer, ist man gestresst und wenn er zu voll ist – genauso!
Allerdings hab ich mich, was das angeht, in den letzten beiden Jahren eeeendlich (nach fast 20 Jahren Autorinnendasein!) ein wenig in Gelassenheit geübt.
Im Trubel des vergangenen Jahres habe ich es mir zum ersten Mal verkniffen, parallel schon wieder neue Projekte auszutüfteln. Und so ist im neuen Jahr mein Schreibtisch tatsächlich recht leer. Lesungstermine habe ich bisher auch nicht wirklich viele. So könnte ich nun ja schon wieder leicht nervös werden – aber ich mag nicht! Ich freue mich lieber, dass ich endlich wieder Tüftelzeit habe. An Ideen mangelt es zum Glück nicht und die „Knäckebrothelden“ waren auch ein Buch, das ich „einfach so“ – ohne Druck – geschrieben habe und das war wirklich sehr berreichernd. (Was allerdings „dank“ Pandemie, leerem Terminplan und staatlichen Zuschüssen geklappt hat – mal sehen, wie es ohne funktioniert.)
Zudem hab ich mit ein paar geschätzten Lieblings-Illustratorinnen Buchprojekte in der Pipeline, die ausgearbeitet werden wollen. Und dann gibt es da ja noch Gut Pusteblume. Also nicht nur den echten Hof dessen Garten bepflanzt und dessen Tierchen gekrault werden wollen – sondern auch das Gut Pusteblume, das als kleines, buntes Buch-Label (meine) vergriffene(n) Titel herausbringen wird. Da haben meine Kollegin Saskia und ich viiiiiel vor. Mal sehen, was dieses Jahr davon alles verwirklich wird. Ich halt euch auf dem Laufenden!
Und eins ist sowieso klar:
Langweilig wird es nicht auf Gut Pusteblume!
Eine kleine Entschuldigung geht zum Schluss noch an all jene, die ich hier jetzt nicht erwähnt habe. Schulen, Büchereien, Kolleginnen und Kollegen, Verlagsmenschen … Ich hab mich an meinem Foto-Archiv entlang gehangelt und da ist manches durchgerutscht. (Aber wäre es das nicht, wäre ich wohl den ganzen Januar über mit diesem Rückblick beschäftigt gewesen!)
In diesem Sinne:
Tausend Dank ihr lieben Kinderbuchmenschen für dieses wilde, kunterbunte Bücherjahr!
(Und danke für’s geduldige Nachlesen an alle, die es bis hierher geschafft haben. :-))

