Schwalbensommer! Und Amselsommer. Stieglitzsommer. Wollschweinsommer … SOMMER eben!

Das Jahr saust nur so davon … Jetzt ist schon wieder Juli! JUUUULI! Und gefühlt hat die Gartensaison doch gerade erst angefangen?!.
Der Frühling im klassischen Sinn (mild, Sonne auf die Nase, hach und seufz und ist das toll) ist dieses Jahr mal eben weitgehend ausgefallen. Eisekalt war der Mai. Wenn auch mit tosenden Wolken am Sturmhimmel – öfter mal sehr schick anzusehen. Geregnet hat es ziemlich oft und viel. Darüber beschwert sich natürlich niemand! Aber über zehn Grad mehr hätte sich vermutlich keiner geärgert. Aufgrund der Kälte ist hier auch einfach nichts gewachsen. Und dann, Ende Mai, als es etwas milder wurde und immer noch regelmäßig geregnet hat – da ist auf einmal sämtliches Pflanzen- und Blumenmaterial nur so explodiert. So saftig grün war es hier schon lange nicht mehr! Naja und die Geschichte mit dem „Beikraut“, das so gerne das Gemüse im Beet versteckt, kennen treue Leserinnen und Leser ja schon.

Jedenfalls wird der Sommer hier – der bisher angenehmerweise noch selten sehr heiß war – in vollen Zügen genossen. Endlich nicht mehr frieren! Draußen sein. Von früh bis spät! Diese langen Tage … Spät abends ist es genauso schön draußen wie früh morgens. Aber schlafen kann man ja wieder im Winter. Es wird draußen geschrieben, draußen gegartelt, draußen gegessen, draußen geguckt, gelauscht, faul herum gesessen (nein, das ist auch Arbeit – hat alles mit Muse zu tun, ist ja klar!). Ach ist das schöööööön! Jedenfalls, wenn die Stechmücken einen gerade nicht zu sehr ärgern. Oder die Nacktschnecken, die so manches Pflänzchen auf Nimmerwiedersehen verschwinden lassen. Wo es doch zwei Jahre lang kaum eins der glitschigen, verfressenen Tierchen gab. Wo kommen die denn nun auf einmal wieder her????

Aber weil es meistens ach so schön ist, hier nun aber mal ein paar wildkunterbunte Sommer-Örtchen-Impressionen.

Der Blick in den Hof Ende Mai. Der Kastanienbaum hat dieses Jahr mal locker drei Wochen später als letzte Saison geblüht. Und auch sonst ist und war alles später dran. Mittlerweile sind schon Minikastanien an den Ästen (und so einige in erneutem Sturm und Regen herunter gefallen). Und es wächst soviel Gras, dass die Pferde das erste Mal nichts zu meckern haben. Sogar im Hof können sie ausgiebig mampfen.

Da noch mal der riiiiiesige, blühende Kastanienbaum in der Von-Unten-Drauf-Sicht. Das war vielleicht ein Summselgebrummsel da drin! Lebe hoch drei in Perfektion!



Die tollen Akeleien sind mittlerweile schon wieder auf und davon.

Und diese hübsche Schnecke auch.

Das Gleiche gilt für die kleinen, dicken Amseln. Aber im selben Nest sitzen jetzt schon wieder die Geschwister.

Das hübsche Pflänzchen hier (man könnte ja mit der Perspektive denken, es ist fast baumhoch!) ist einfach nur blühendes Gras. Schick, oder?

Und hier ein bisschen Sommerabendleuchtestimmung. Die immer gar-so-hübschen Zuckerschotenblüten sind mittlerweile Zuckerschoten und schon mehrmals in den Bäuchen der menschlichen Örtchen-Bewohner gelandet. Wie dschungelig der Garten ist, ist gut zu erkennen. Und zwischen dem Kraut verstecken sich ungefähr zweimillionendreihundertfünzigtausendunddrei Nacktschnecken. In der Dämmerung kriechen sie aus ihren Löchern! Waaaaaah! Gruuuuhuuuselstimmung!

Voilà, eine glückliche Alma-Dame.

Und hier sucht Lila mit Mieze Molly die Muse.

Nach dem das Experiment letztes Jahr so begeistert hat, wachsen auch diesmal ein paar Kartoffelpflanzen in Kübeln beziehungsweise Säcken – so kann man etwas früher ernten als im Beet.

Und das ist Herr oder Frau Stieglitz.

Wie schon letztes Jahr haben die hübschen Vögel, auch Distelfink genannt, im Holunderbusch ihren Nachwuchs großgezogen.
Mittlerweile sitzt auch dort bereits die zweite Generation.

Nachdem sie uns letztes Jahr sehr gefehlt haben, sind dieses Jahr zum Glück wieder Schwalben im Pferdestall eingezogen. Familiengründung inklusive!

Hier die noch sehr kleinen Schwälbchen. Mit umso größerem Schnabel.

Aber auch die sind nur so davon gewachsen. Und immer zappeliger geworden. Und dann – Obacht, Nervenkitzel! – ist vor ein paar Tagen ihr Nest herunter geplumpst!!!! (Beim nächsten Mal wird SOFORT ein Brett drunter montiert!) Zum Glück konnten sie schon etwas flattern. So haben wir gespannt beobachtet, wie die Eltern sie aufgeregt zusammen treiben und dafür gesorgt haben, dass die vier sich an einem Ersatzplatz zusammen kuscheln. Auch wenn der für vier Nestlinge nicht gerade der Bequemste war …

Aber es hat nicht lange gedauert und die Knirpse sind immer mutiger geworden. Noch machen sie ihre Päuschen in und vor dem Stall und lassen sich von den Eltern füttern (und von den Zweibeinern glückselig quietschend und grinsend anhimmeln).

Aber bald werden auch sie verschwunden sein. Hoffen wir nur, dass die Eltern wieder, wie die letzten Jahre, ein zweites Mal bei uns brüten – auch wenn ihr Nest leider kaputt ist! (Eigentlich ist noch ein Leeres im Stall – vielleicht ziehen sie ja um!)

Aber bevor wehmütig Ade gezwitschert wird – hier noch mal die putzige Bande in ihrer ganzen Pracht:

So, genug von den Federtieren. Da habt ihr ein Graseschwein in der Abendsonne. Tagsüber wird gepennt, dann gesuhlt, hinterher gegrast. Zauberhafter Wollschweinsommer!

Und da das sommerliche Badeschwein Krümel. Hat nicht viel gefehlt und Frau Fotografin wäre mit reingehüpft! Sieht das nicht erfrischend aus? Und die Schweinchen sind ja auch sehr nette Gastgeber!

Und noch mal Schweinskram – ist ja schließlich immer hübsch! Wenn ihr genau hinschaut, obendrauf hat Fussel eine Sommerfrisur. Da ist das Fell fast komplett weggewesen, nun aber wieder feinborstig nachgewachsen. Für die komplette Sommerfrise war es wohl nicht heiß genug.

Und da hat der Apfelbaum noch geblüht. Postkartenidyll!

Dieses Jahr wird viel gemulcht. Bitteschön: Tomatenpflanzen in ihrem gemütlichen Bett. Äh, Beet!

Eine Nachtkerze vor einem sehr wichtigen Schild. (Wobei alle, die ganz nett fragen und was Leckeres für die Tierchen mitbringen, natürlich schon mal reinspitzen dürfen!)

Und noch eine Prise Sommerdschungel.

Und da, ein paar Bienenweidenblümchen. Mit Summsetierchen.

Der Hof macht sich ebenfalls hübsch im Sommerlicht. Wobei das Grün da auf dem Wintergartendach schon wieder zu Heu geworden ist. Da reichen ein paar Tage Trockenheit.

Und zum Abschluss:
Ein nachdenklicher Blick von der Wach-Dackeline über ihr Hab und Gut.
Was der Sommer wohl noch so bringen mag?

Na schauen wir mal – und dann berichten wir!

Über Alma und Lila

Wir sind die Hofhunde auf dem Örtchen - auch liebevoll Terrortölen genannt. Wer zu Judith und Steffen will, kommt an uns nicht unbebellt vorbei.
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