Frühsommer.

Und schon sommert es wieder. Richtig glauben können wir es ja immer noch nicht: Es hat geregnet! Und zwar nicht nur einmal. Sondern so einige Male. Seit ein paar Wochen geht das so und auch richtige Regentage waren dazwischen. Wir hier auf dem Örtchen dachten ja schon gar nicht mehr, dass es das noch geben kann, in Zeiten der sommerlichen Dauerdürre. Einen verregneten Juni! (Und auch der Mai war ziemlich durchwachsen gewesen.) Es ist zwar derzeit oft etwas schwül, was gerade beim Gartengewurschtel im Beet- auch mückenmäßig – etwas anstrengend ist, aber der Natur gefällt’s! Alles wächst und grünt – und buntet!
Am tollsten sind zur Zeit die Mohnblumen. Ein echten Mohnblumenjahr scheint es zu sein. Nicht nur auf dem Örtchen sprießen sie und leuchten und leuchten – besonders in der Abendsonne:

Die Kornblumen machen sich gut daneben. Und dazwischen, davor und dahinter:

Manchmal grinsen sie auch ganz frech:

Oder sie blecken sogar die Zunge!

Auch ein Pony steht ihnen gut:

… womit wir uns ganz elegant den Pferdchen zuwenden.
Während letztes Jahr um die Zeit auf der kleinen Weide schon längst kein Halm mehr von der Stelle gewachsen ist, darf gerade immer noch gegrast werden. Hier Pippilotta und Sue bei einem Abstecher zum Hoftor, während ihres Einsatzes als Rasenmäher am Rande des Gemüsegartens:

Und hier noch mal ein pippilotscher Rasenmäher im Hof. Das war Anfang Mai, als die Kastanie noch in voller Blüte stand:

So einige Gasttiere sind in diesen Wochen bei uns eingezogen. (Arbeits-)Urlaub auf dem Bauernhof sozusagen. Zum Beispiel die fleißig fütternde Frau Amsel:

… mitsamt Mann und ihrer hungrigen Meute. Hier ein schon ziemlich großes Küken, kurz vor dem ersten Abflug aus dem Gartenlauben-Nest. Inzwischen haust dort schon die nächste Nachwuchstruppe:

Noch mehr Babytiere gab es zu bestaunen – Familie Stieglitz hatte sich im Hof im Holunderbaum niedergelassen. Die Kleinen sind auch schon wieder flügge. Dafür haben wir dieses Jahr leider keine Schwalben im Pferdestall – obwohl sich ein Pärchen dort immer wieder mal getroffen hat.

Ja und dann hatten wir es im Dorf noch mit einem Vogel der etwas größeren Art zu tun. Mitten im Regen thronte er nebenan, hoch oben auf der Feuerwehrsirene. Einsam? Oder wollte er nur zur Feuerwehrversammlung und wusste nicht, dass die doch wegen Corona bis auf weiteres verschoben wurde:

Und sonst so? Na, geplantscht wurde natürlich auch schon fleißig. Obwohl die große Sommerhitze bisher zum Glück ausblieb – Schwein kann auch bei angenehmen 20 Grad ein kühles Bad gebrauchen. Vor allem, wenn in der Suhle die Brunnenkresse so schön blüht!


Ein paar hündische Impressionen dürfen im Frühsommer natürlich auch nicht fehlen. Aber nicht, dass das jetzt den Eindruck erweckt, wir Terrortölen lungern nur faul herum. Uns entgeht nix – und etwaig geschlossene Augen sind nur ein Ablenkungsmanöver!

Auch Mieze Molly gibt’s in Nahaufnahme:

Und während Molly noch erstaunt guckt, spielt Sticky ein bisschen Tiger im Dschungel:

So und nun kommen wir vom Tierischen zum aktuellen Gartenlagebericht.
Wie schon gesagt – alles wächst! Wie üblich nicht nur das Gemüse, sondern auch allerlei Beikraut. Das wird hier ja an sich gerne gesehen – denn auch sogenanntes Unkraut blüht immer so wuuuuunderschön. Aber etwas rabiat muss man schon sein, wenn man vom Gemüse auch was ernten will. Wenn auch auf den ersten Blick vom hiesigen unkrautzupferischen Durchsetzungsvermögen recht wenig zu sehen sein mag:

Aber bei genauerem Gucken sind gaaaaaanz deutlich die Reihen zu erkennen. Da zum Beispiel – ordentlich aufgeschnürt – die Zuckererbsen:

Zuckererbsenblüten sind jedes Jahr einer der tollsten Hingucker im Beet. Und sowas nennt sich Nutzpflanze! Ne essbare Hübschpflanze ist das. Und das reinste Fastfood. Wenn die Schoten reif sind, einfach pflücken, kurz in der Pfanne andünsten – und guten Appetit!

Dieses Jahr tummeln sich – unter anderem – mal wieder ein paar Kichererbsenpflanzen im Garten (ein genauer Überblick über die Beetinhalte folgt bestenfalls noch!):

Die Kartoffeln wachsen, wenn auch noch recht gemütlich, vor sich hin:

I

Im Gewächshaus haben es die Tomaten etwas eiliger. Vorne links sind Auberginenpflanzen und Paprika zu sehen. Davon gibt es auch noch welche im Hochbeet. Höhenmäßig sind sie bisher gleichauf. Was rechts blüht, ist Rucola. Der darf sich selbst aussähen.

Und weil man ja nie genug Tomaten haben kann (und sage und schreibe über 300 Pflanzen ausgepflanzt wurden – viele als regengefährdetes Freilandexperiment), hat einer der Zweibeiner noch einen mobilen Regenschutz gezimmert – aus einem alten Traktoranhänger, der seit Jahren ungenutzt herum gestanden war:

Hier ein leuchtender Mangold beim Blühen:

Und da eine Prise nettes Beikraut. Diesen gelbblühenden Klee (was für einer das ist, muss noch eruiert werden!) lieben Hummeln, Bienen und ihre Freunde. (Leider kriegt man sie immer so schlecht vor die Linse!) Das Lilafarbene ist laut Pflanzenbestimmungsapp auf dem Handy einen Frauenviole.

Weniger hübsch und bunt – dafür sehr stinkend und gut düngend:
Ackerschachtelhalmbrühe! Die muffelt im Gewächshaus vor sich hin und darf bald die Tomatenpflanzen zu noch mehr Wachstum anregen.

Derzeit besonders nett zu betrachten ist der wilde, wilde und bunte Vorgarten. Da etwas schwer erkenntliche Bäumchen linkst ist der Ginko. Der hat wie schon im Jahr zuvor einen späten Frost abbekommen und muss sein Blattwerk noch mal erneuern. Überhaupt ist so einiges erfroren. Beeren und Nüsse gibt es dieses Jahr keine und auch mit Pflaumen, Pfirsichen und Co sieht es schlecht aus. (Weil sich der Beginn der Wachstumsperiode der Pflanzen „dank“ Klimawandel immer mehr nach vorne ins Jahr verschiebt, wird die Gefahr durch späten Frost einen Schaden abzukriegen, immer größer. Seufzseufzseufz.)

Aber zurück zum Erfreulichen – einer blühenden Haferwurzel. Eine alte (zweijährige) Wurzelgemüsesorte, die sich in der Blüte als ziemliche Angeberin entpuppt- ist die nicht wuuuuuuunderschön?!

Die ebenso adretten Akeleien dagegen sind fast schon wieder verblüht. Die hier wirkt zwar etwas unscharf – dafür wurde eine Hummel bei der Arbeit erwischt!

Unser Leinkraut hat dieses Jahr zum ersten Mal geblüht. Dabei hat die ausdauernde Staude schon eine ganze Weile lang ihren Platz vorm Wintergarten.

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Soviel für dieses Mal. Zum Abschluss noch ein Gast im Garten. Eine echte Prachtlibelle – also wortwörtlich. Nicht nur vom Aussehen her:

Dann nehmen wir uns hiermit mal vor, uns baldigst mit einem detaillieren Gartenbericht zurück zu melden! (Wenn das Gemüse bis dahin nicht doch im Beikraut verschwunden ist. Ähem.)

Über Alma und Lila

Wir sind die Hofhunde auf dem Örtchen - auch liebevoll Terrortölen genannt. Wer zu Judith und Steffen will, kommt an uns nicht unbebellt vorbei.
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