Matschepatsche, Grünkohlglück und bunte Bäume

Und die Matschepatschesaison hat begonnen! Aber bevor wir das bildlich demonstrieren noch ein Blick in bessere, oder zumindest trockenere Zeiten. Denn das „besser“ ist natürlich sehr relativ. Der Oktober-Regen war ja dringend nötig – vermutlich noch viel, viel mehr davon als wir hatten und derzeit haben. Aber Sonne auf Nase, Rüssel, Schnabel und Schnauze und trockene Pfoten, Hufe und Co sind natürlich schon etwas angenehmer als die ewige Gummistiefelpatscherei.
Hier jedenfalls noch mal eine kleine Prise vom oft sonnig warmen und teilweise auch heißen September:

Die Schweinchen hatten da noch guten Grund, grinsend in der Suhle zu plantschen (wie man sieht ist das auch sehr gut für die Locken!).

Die Pferdchen konnten gemütlich in der Sonne dösen. Ohne Platsch und Quatsch untenrum.

Und die Hühner waren wie so oft chillig im Tomatenbeet:

Es gab edlen Besuch vor einem knackblauen Himmel.
Glücklicherweise ein Raubvogelexemplar, das keinen Hunger auf Hühner hatte. Den Gackerdamen und ihrem Oberwachtmeisterhahn war die Gesellschaft nämlich ziemlich schnurz.

Da haben die Krähen schon etwas skeptischer geguckt:

Man konnte noch guten Gewissens Neuerscheinungen für ein Fotoshooting nach draußen schleppen – ohne sie in Pfützen tauchen zu müssen. Obgleich Mieze Sticky die Aktion schon etwas kritisch beäugt hat.

Und wenn man Krümel gefragt hat, wie das denn diesmal wohl werden wird, mit dem Matsch, dem Winter und allem, hat ein Blick mehr gesagt als tausend Grunzer:

Obwohl den Schweinchen der Matsch ziemlich schnurz ist, solange sie einen trockenen Stall haben – und solange es neben dem Matsch (und davor und dahinter) noch genug matschfreie Erde zu Buddeln gibt. Und da mittlerweile die ersten Stücke des Gemüsegartens für die Schweine eröffnet wurden, haben sie gerade wenig zu meckern. Eicheln suchen dürfen die Rüssel zwischendrin auch noch. Da fällt der Abschied von der Sommersuhlensause gar nicht so schwer.

Aber nicht nur für die Schweinchen ist die Buddelsaison äußerst beglückend. Die Hühner sind natürlich immer mit am Start, haben die Rüsselbuddelei genau im Blick und übersehen fast keinen Wurm. Und auch Mensch kann sich mal ganz gemütlich eine Molly-Miezekatze auf den Schoß packen und der ganzen Buddel-Pick- und Gacker-Scharrerei tiefentspannt zugucken. Besonders, wenn sich dabei auch noch die Herbstsonne durch die Wolken traut. (Ääääh und das übrigens bei so bei knapp 18 Grad – am 2. November …)

Ja das Lieblingstomatenbeet am Pferdestall ist im Übrigen auch jetzt noch absolut sandbad- und rumhängtauglich! Was will Huhn mehr?

Und a propos Tomaten: Die Erntezeit ist in dem Fall nun doch mal so langsam vorbei. Aber ganz schlecht sehen die Freilandtomaten noch immer nicht aus. Wer weiß, vielleicht kann die ein oder andere noch geerntet werden (und ein paar Kisten voll grüner Exemplare denken gerade im Wintergarten drüber nach, ob sie noch etwas nachreifen wollen).

Naja und überhaupt ist schöner Herbst bekanntlich sehr schön. Auch wenn nicht die Sonne scheint wie heute – leuchtendes Laub anzuschauen hat immer was. Auch im Regen und im Sturm. Aber so langsam muss man sich ranhalten. Ganz so viel ist nicht mehr übrig.

Und a propops beglückend: Treue Leser erinnern sich bestimmt noch an den großen Kohlbeetschreck!
Im Sommer wurde der Kohl von einer riesigen Erdfloh-Armee überfallen und es waren nur noch Gerippe übrig. ABER: Die Pflanzen haben sich erholt! Und wie – der zweite Frühling mitten im Herbst!
Hier der Grün-, Schwarz- und Braunkohl:

Und da, der Rotkohl. Er hat sich genauso erholt und ist noch etwas gewachsen. Wer weiß, vielleicht reicht es noch mal für einen kleinen Topf Sauerkraut (das schmeckt nämlich auch farbig!)

Drumherum gibt es ebenfalls noch ein bisschen was zu ernten. Solange es nicht schlimmen Frost gibt, wächst der Mangold fröhlich vor sich hin. Drunter, im Eimer, sind Pastinaken versteckt. Dieses Jahr wurden die Wurzelgemüse hier einmal nicht in Sand eingebuddelt und im Felsenkeller gelagert – aus Faulheitsgründen. Der Preis dafür wird vermutlich sein, dass die Mäuse sich auch daran bedienen. Aber heute bei der Ernte war noch genug für alle da (Menschen und Maus). Und der Kürbis – eine blaue Banane (absolut empfehlenswert!) wurde heute in allerletzter Sekunde vor einem Schweinsrüssel gerettet. Die finden gerade sowieso noch genug Topinamburknollen und können den Kürbis großherzig entbehren.

Ja und um noch mal auf den leidigen Matsch zu sprechen zu kommen:

Er ist da! (Übrigens auch das Bild hier vom 2. November – aufgrund der warmen Temperaturen haben die Pferdchen sogar wieder ihre Fliegenmasken gebraucht.)
Aber dieses Jahr soll einiges besser werden – eine Fuhre Paddockplatten ist bestellt und es ist zu hoffen, dass die mitsamt reichlich Sand der Panscherei unter den Hufen ein Ende bereiten!

Die Schweinchen derweil haben es schon kuschelig gemütlich- zumindest im kleinen Gehege, beim Stall: Dank einer großen Ladung Hackschnitzel. (Mal sehen, wie sich die im weiteren Verlauf des Matschepatsche-Winters so macht.)

Ja und auch sonst steigt natürlich die Spannung, was der Rest vom Herbst und der Winter so bringen mag. Bisher sehen ja alle noch ganz zufrieden aus.
Auch wenn Pippilotta nicht ganz versteht, warum sie im November so schwitzen muss.

Sancho steht sowieso über den Dingen:

Und das letzte Wort – hat Molly:

(Das mit dem Blick und den Worten hatten wir ja schon – siehe oben …)
Dann bis zum nächsten Mal!
Mit mehr oder weniger Matsch – und hoffentlich viel guter Laune.

Über Alma und Lila

Wir sind die Hofhunde auf dem Örtchen - auch liebevoll Terrortölen genannt. Wer zu Judith und Steffen will, kommt an uns nicht unbebellt vorbei.
Dieser Beitrag wurde unter Grünzeug, Örtchen, tierisch veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.