Früüühüüüühüüüüling! (Zumindest mal ne Prise voll.)

Hört ihr auch die Vögel tirilieren? Fast alle sind sie wieder da. Die Stare flattern in wilden Banden über unserem Wäldchen herum. Die erste Bachstelze wurde gesichtet! Die Drosseln zwitschern über den Feldern. Hach, klingt das schööööön! Und wie gut das tut! Und wenn dann noch die Sonne scheint – hach, seufz, schmacht. Okayokay. Das wurde hier schon oft gesagt, wie sehr sich alle Nasen, Schnäbel, Rüssel und so weiter über warme, helle Strahlen von Himmelwärts freuen. Aber nach so einem langen und trüben Winter (und noch einer mit dem ollen C!) ist es einfach nur zum Dahinschmelzen (teilweise sogar wortwörtlich), wenn es endlich wieder warm und hell wird. Einfach alles fühlt sich anders an. Man kann ja kaum noch meckern!

Diese Woche ist zwar wieder eher winterlich, aber zum Glück gibt es Beweisbilder von den frühlingswonniglichen Sausen auf dem Örtchen. Los ging es damit ja sogar schon im Februar – ein paar Nachmittage hatte es fast sechzehn Grad. (Während in der Woche zuvor noch 16 Grad Minus geherrscht hatten. Nachts zumindest.) Das war dann zwar schon wieder fast etwas übertrieben – aber sich darüber zu beschweren, hätte hier niemand gewagt.
Krümel zum Beispiel hat nur etwas erstaunt geguckt und sich gefragt, ob sein Mammutfell jetzt schleunigst weg muss (da muss wegen der vielen Unterwolle nämlich immer mit der Schere nachgeholfen werden). Aber die Frisöre hatten ja eh noch zu – und mittlerweile ist es wieder kühl und des Nachts auch ziemlich frostig. Die Wollschweinlocken dürfen also noch eine Weile da bleiben, wo sie sind.

Die Frau Autorin hat im Frühlingsgewirbel natürlich unverzüglich die Freiluftschreibtischsaison eröffnet.

Wie immer – egal ob draußen oder drinnen – findet Mieze Molly das eher so naja, wenn der Schlummerschoß von Laptop oder Notizbuch belagert ist.

(Hier auf dem Hof würden ja zwei bis dreimal so viele Bücher geschrieben werden, wenn Mieze Molly nicht so liebesbedürftig wäre! Aber naja, wer braucht schon soooo viele Bücher? Katzenschnurren macht zudem mindestens genauso glücklich wie tirilierendes Frühlingsvogelgezwitscher.)

Madame Sticky kommt eher selten zu Besuch auf den Schoß. Den Frühling findet sie aber auch dufte – an frühlingswarmen Hackschnitzeln kann man sich so gut den Rücken schubbern.

Und während man noch die Katze knipst, ist Frau Fleck schon zur Stelle. Die namensgebenden weißen Flecken seht ihr da hinten an den Schwanzfedern. Frau Fleck ist das neugierigste und frechste Huhn, das je auf dem Örtchen gelandet ist. Sie kommt aus 300 Meter Entfernung angesaust, wenn sie einen menschlichen Zweibeiner wittert. Und sie klettert einfach überall herum. Futtertonnen, Schränke, … Aber über Zäune flattert sie zum Glück nicht. Bei Hühnern kann zuviel Neugier ja schnell lebensbedrohlich werden. Gerade, wenn sie zu viel alleine die Welt erkunden. Aber …

… unser guter treuer Herr Staks passt gut auf sie auf. In plusterlicher Weise. Vor Kurzem war er noch ein Sorgenhahn. Als es so bitterkalt war, hat der gute Mann etwas geschwächelt. Doch nun ist er wieder topfit und für seine Ladys da – er hatte wohl nur, wie die großen Zweibeiner auch, genug vom ollen Winter.

Genau wie der Hahn werden auch diese beiden Maran-Damen im Sommer fünf Jahre alt. Sie werden langsam etwas gemütlicher, in Sachen Schönheit haben sie aber noch nichts eingebüßt. Und neuerdings legen sie ab und zu auch wieder schokobraune Eier. Vermutlich wissen sie, dass Ostern naht.

Hier noch mal der Hahn in seiner eleganten Flatterhaftigkeit. Dabei hätte er es doch gar nicht mehr nötig, seinen Harem zu beeindrucken. Die Gackerdamen wissen schon, was sie an ihm haben.

Was will man mehr? Blauer Himmel, recht milde Temperaturen, Sonne – und ein flauschiger Wollschweinpopo! Man sieht Fussel schon von hinten an, dass er von Schnee und Eis auch nichts mehr wissen will. Jetzt müsste nur noch das Gras grünen und wachsen. Solange knabbern die Schweinchen weiter gemütlich am Heu herum. (Davon müssten wir mal ein Wollschweinyogavideo drehen. Heumampfende Schweine haben etwas extra Meditatives an sich!)

Und hier noch mal von vorn, der beste Fussel der Welt:

Und da weitere tierische Frühlingseindrücke:

Alma wacht natürlich wieder am Liebsten am Hoftor – manchmal aber auch nur halbwach.

Lila guckt stolz …

… Johnny noch stolzer (aber der muss ja auch ein Buch behüten. Ein Preisverdächtiges sogar.)

Ja und was wäre der Frühling ohne Frühlingsboten?!
Während der Fotoknipserei war es recht kalt. Wohl deshalb hat sich keine Biene oder sonst ein Brummsegetier blicken lassen. Es wurden aber schon so einige gesichtet.

Die Gartensaison wurde auch schon eröffnet. Bald sind alle Beete bereit!

Eigentlich hätten in dem ersten schon ein paar Puffbohnen landen sollen …

.. aber dann war die Erde doch noch zu gefroren. Nun ja. Geduld ist eine Tugend.

Fotografiert man eben solange seinen Schatten:

Bitteschön, noch ein Blick in die Hochbeete.
Hier tummelt sich irgendwo, zwischen Vogelmiere, Nesseln und allerlei Allerlei, Feldsalat und Spinat. Viel Spaß beim Suchen – und Finden!

Ins nächste Hochbeet kommen demnächst Erdbeerpflanzen hinein. Zwischen die Reihen wurden vor Kurzem kleine Zwiebelpflänzchen gesetzt – nur sind die meisten leider auf Nimmerwiedersehen verschwunden. (Die restlichen Vorzuchten warten derweil im Wohnzimmer. Und bei Sonne dürfen sie in den Wintergarten. Fotobeweis wurde noch nicht geknipst.)

Mal sehen, ob in Hochbeet Nummer drei was wächst! (also dieses Vlies erinnert in Zeiten von Corona ja schon ein wenig an Krankenhaus …)

Währenddessen blüht im Hof die Haselnuss leuchtend. (Und keiner beschwert sich darüber – alle zum Glück weitgehend allergiefrei hier.)

Hm? Sonst noch was?

Achja, die Terrortölen werden neuerdings beim Hofbewachen unterstützt:
Von Dörte, Rudi, Hermann und Dorothea. (Letztere ist zu niedrig und daher hier unglücklicherweise nicht mit ihm Bild.)
Dörte lernt ihr im Laufe des Jahres übrigens noch besser kennen. Hat was mit Literatur zu tun. Aber psssst, noch ist’s geheim …

Und ganz zum Abschluss, zwei leuchtende, duftende, weiche Ponynasen – mit Ponys hintendran. (Gibt hier nur leider keine Fühl- und Duftfotos. Aber hier habt ja bestimmt Fantasie!)

Also, genießt den Frühling, wann immer es möglich ist, gell!

Über Alma und Lila

Wir sind die Hofhunde auf dem Örtchen - auch liebevoll Terrortölen genannt. Wer zu Judith und Steffen will, kommt an uns nicht unbebellt vorbei.
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