Maifreuden

Himmel! Mitte Mai ist’s schon wieder und es wurde an dieser Stelle in diesem Jahr noch keine, einzige Zeile verfasst!

Dafür hier nun so einige Zeilen – und natürlich auch wieder viiiiiiiele, viele Bildchen. Denn gerade zur Zeit sieht jeden Tag, gefühlt jede Stunde, alles anders aus. Es grünt und blüht und summt und brummt und zwitschert. Der Mai macht dieser Sache mit der Wonne aktuell alle Ehre. Anders als es in vielen Teilen des Landes leider schon wieder (und das ist dann wohl das neue „normal“) der Fall ist, ist es hier (noch) nicht zu trocken. Neben viel Sonne hatten wir bisher auch immer gerade zur rechten Zeit Regen. Doch erstmal so einigermaßen der Reihe nach!

Gefühlt besonders lang und sehr trüb war der vergangene Winter . Und so wurde mal wieder (treue Örtchenleser kennen die alte Geschichte von den Sonnennasen, -schnauzen, -schnäbeln und -rüsseln schon bestens!) jeder blauhimmelige Frühlingstag genutzt, um mit warmen Leuchtestrahlen auch etwaig getrübte Gemüter zu erleuchten.

Hier eine Pippilotta- und eine Sue-Nase in der Sonne.

Und da ein frühlingssehnsuchtsvoller Sancho.

Hundemeute bei der Arbeit.

Eine erleuchtete Sticky.

Wach-Alma (seit kurzem dreizehn Jahre jung) im Glück – endlich wieder Freiluftschichten vor dem Hoftor.

Keine Panik. Mieze Molly sieht grimmiger aus, als sie ist!

Hier ein (Super-)Star in der Linde im Hof. Eine ganze Familie hat dort ein Astloch bezogen. Und es gibt daher viel zu gucken (hach, dieses tolle Gefieder!) und zu lauschen. Staren-Gesang ist einfach allerbeste musikalische Unterhaltung.! Auch sonst wird hier derzeit wild gezwitschert. Die Schwalben sind zurück, der Kuckuck kuckuckt und des abends gibt die Nachtigall ihr Stelldichein. (Ach, die gute, heile Insel hier – fern des ganzen Weltenwahnsinns.)

Frühlingsgrüße an den Bäumen wurden auch ausgiebigst und glückselig angehimmelt.
Voilà, ein paar inzwischen vergangene Haselnusswürmchen:

Da, die ersten zaghaften Blüten der Kornellkirsche:

So sah der Baum dann etwas später aus. Letztes Jahr waren es einfach gelbe Blüten vor einem blauen Himmel …

Die Holzbienen (eigentlich eher in südlichen Gefilden heimisch, doch inzwischen ist es ihnen auch hier warm genug) sind ebenso begeiserte Anhänger warmer Frühlingssonnenstrahlen. Und sie erfreuen sich genauso an all den tollen Blüten wie wir. Dieses Jahr hat es auf der kleinen Obstbaumwiese ganz besonders bunt und vielfältig geblüht. Nachdem wir nun schon zehn Jahre hier wohnen, merkt man, was mit einer Wiese passiert, wenn man sie nachhaltig (also sozusagen gar nicht) bewirtschaftet und nur die Schweine und Pferde zwischendurch ein bisschen „Rasen mähen“.

So, nun noch mal gemütlich die Füße hochlegen, bevor es mit der Gartensaison richtig los geht:

Am Anfang stehen Indoor-Aktivitäten: Der helle, warme Platz zwischen Küchenofen und -fenster wird an die Vorzuchten zwischenvermietet. Auf der Arbeitsplatte geht es also für eine Weile etwas enger zu. Und wie man sieht, packen hier auf dem Hof alle mit an: Molly bewacht und wärmt die Pflänzchen:

Dieses Jahr allerdings wurde die Küche etwas schneller freigeräumt als sonst. Dank des neuen, superwarmen Küchenofens, konnte nämlich einfach die Tür zum nahegelegenen Wintergarten offen gelassen werden – so, dass sich der temperaturtechnisch äußerst pflänzchenfreundlich gezeigt hat. So wurde es dort grüner und grüner. Und Judiths Schreibtisch zum Pflanztisch.

Eine große Neuerung stand auch an, dieses Frühjahr. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Ein neues Gewächshaus! Von der Grundfläche her zwar nicht viel anders als das alte Grüne im Hintergrund. Aber dadurch, dass die neue Immobilie ein ganzes Stück höher ist, ist dieses Jahr noch viel, viiiiel mehr Platz für Tomaten!


Inzwischen wurde schon fleißig ausgepflanzt.

Aber noch nicht alle Pflänzchen …
(Wobei davon noch einige Exemplare in gute Hände abgegeben werden.)

Gerne dabei – ein bis acht Gackerdamen:

Das Kartoffelbeet ist bestückt:

Und ein paar extra frühe Exemplare grünen und wuchern schon seit einer ganzen Weile brav in ihren Pflanztaschen (das wurde letztes Jahr zum ersten Mal ausprobiert und für gut befunden – wobei die Knollen erst im Gewächshaus, umhüllt von wärmendem Pferdemist, gedeihen durften):

Hier ein paar grunzglückliche Schweinerüssel. Die Weidesaison ist eröffnet!

Die Ponys haben auch nichts gegen das saftige Grün:

Wenn der Matsch verschwindet kommen die Mücken. Deshalb trägt die coole Gang schon wieder ganztags ihre Mützen:

Und hier eine Schüssel voller Gehölz-Ableger. Die sind mittlerweile in Töpfe gepflanzt. Nicht alle sind angewachsen, aber so einige. Und spätestens im Herbst werden sie in die Freiheit entlassen, wo sie hoffentlich im Lauf der Jahre zu einer wilden, belebten Hecke heran gedeihen. Und zwar … Nein, wo, das verraten wir noch nicht. Aber wir deuten schon mal geheimnisvoll an – im Spätsommer wird es noch eine Neuerung hier geben!

Achja. Angebadet wurde auch schon! (Ist das ein neidischer oder ein skeptischer Blick von Pippilotta?)

Hier nochmal ein top aktueller Blick ins Beet. NOCH wachsen die Erbsen dem Unkraut davon.

Die winzigen Rote-Bete-Pflänzchen dagegen liefern sich ein brandheißes Wettrennen:

Die Zucchini sind aus den Vorzuchtgefäßen ausgezogen – bisher noch gänzlich unangeknabbert:

Anschließend ein Blick ins „kleine“ Gewächshaus. Neben frühem Salat finden hier die Paprika- und Auberginenpflanzen ihren Platz. Wobei die Schneckenfresserei (also die Schnecken fressen – keiner dagegen frisst die Schnecken!) schon wieder losgeht.

(Wir erinnen: Letzte Gartensaison wurde diese vorzeitig beendet – und das Feld beziehungsweise Beet den Schnecken überlassen. Der Plan ist ja schon, dass das dieses Jahr anders ausgeht!

Zum Abschluss noch ein paar bunt gemischte, frühlingsglückselige Mai-Impressionen:

Eine frisch und gewiss topmodisch eingekleidete Libelle, die aber lieber noch mal ihren alten Mantel bewacht:

Eine schicke Haferwurzelblüte:

In der fast gleichen Trendfarbe – die Akelei am Hoftor:

Und zum Abschied ein Abendgruß von Frau oder Herr Spinne:

Einen schönen Frühsommer wünschen wir!

Über Alma und Lila

Wir sind die Hofhunde auf dem Örtchen - auch liebevoll Terrortölen genannt. Wer zu Judith und Steffen will, kommt an uns nicht unbebellt vorbei.
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